#92 Inspiration

In der 92. Folge ihres Podcasts „Lustreise“ gewähren Kay und Ben einen weiteren tiefen Blick hinter die Kulissen. Nachdem in der vorletzten Folge die technischen Aspekte im Vordergrund standen, dreht sich dieses Mal alles um den kreativen Prozess, die Themenfindung und die persönliche Rollenverteilung innerhalb des Projekts.

Hier sind die Highlights und wichtigsten Erkenntnisse aus der Folge:

Authentizität vor Perfektion

Gleich zu Beginn sprechen Kay und Ben offen über die Herausforderungen der letzten zwei Wochen. Beide hatten mit gesundheitlichen Problemen und mentalen Tiefs (Depressionen) zu kämpfen. Sie erklären ehrlich, warum sie sich gegen eine „Ersatzfolge“ entschieden haben: Es hätte sich nicht authentisch angefühlt, über Herzensangelegenheiten zu sprechen, wenn beide emotional und körperlich am Ende waren [03:00]. Diese Entscheidung zur Selbstfürsorge war wichtig, um den Kern des Podcasts – echte, ungeschönte Erlebnisse – nicht zu verlieren [05:40].

Kays Rolle: Die unerschöpfliche Themenquelle

Während Ben der Mann für Technik und Organisation ist, sprudeln die Themen fast ausschließlich aus Kay heraus. Sie beschreibt ihre Rolle als „inhaltlich-kreativ“ [00:41]. Dank ihrer Neurodivergenz (ADHS) und einer lebenslangen Faszination für zwischenmenschliche Beziehungen kommen ihr Ideen oft ganz alltäglich – beim Wäschewaschen oder Einräumen der Spülmaschine [36:16]. Sie nutzt die Diktierfunktion ihrer Apple Watch, um Gedankenblitze sofort festzuhalten, bevor sie im „Hamsterrad“ verloren gehen [19:14].

Von starren Skripten zum „Go with the Flow“

Kay erinnert sich an die Anfänge des Podcasts, als sie versuchte, jede Folge mit einem detaillierten Skript zu planen. Das führte jedoch oft zu Stress und nahm dem Gespräch die Natürlichkeit. Heute bereiten sie sich meist nur noch mit groben Stichpunkten vor oder sprechen „frei Schnauze“, was den Podcast lebendig und authentisch macht [31:59].

Social Media und visuelle Präsenz

Ein interessantes Thema ist die Bildsprache auf ihren Kanälen. Viele Zuschauer bemerken, dass deutlich mehr Fotos von Kay als von Ben zu sehen sind. Die Gründe dafür sind vielfältig:

  • Hinter der Kamera: Als Fotografin steht Kay oft selbst hinter der Linse und lichtet Ben ab [49:14].

  • Körpergefühl: Ben fühlt sich aktuell weniger wohl in seinem Körper, weshalb er seltener vor der Kamera stehen möchte [48:51].

  • Community Management: Ben übernimmt fast 100 % der Social-Media-Arbeit, da Kay durch die Reizüberflutung und das „Trolling“ im Netz schnell getriggert wird und dies ihre mentale Gesundheit negativ beeinflussen kann [47:40].

Rat an angehende Pdcaster: Finde deine Nische

Für alle, die selbst einen Podcast starten möchten, hat Kay einen klaren Rat: „Hört in euch rein.“ Es bringt nichts, Trends nachzulaufen oder andere Creator zu imitieren. Erfolg und Erfüllung kommen dann, wenn man über Themen spricht, die einen wirklich berühren [36:58]. Dass sie mit ihrem speziellen Mix aus Sexpositivität, ADHS und ehrlichen Beziehungsgeschichten den richtigen Weg gewählt haben, zeigt ihnen das stetige Wachstum und die vielen berührenden Nachrichten ihrer Community [38:50].

Fazit

Der Podcast ist für Kay und Ben mehr als nur ein Projekt – er ist eine Erweiterung ihrer Partnerschaft und eine bewusste Auszeit für intensive Gespräche [28:13]. Trotz der Herausforderungen, die zwei neurodivergente Köpfe und der Alltag mit sich bringen, sind sie stolz auf ihre Reise und freuen sich auf alles, was noch kommt.

Die vollständige Folge mit allen persönlichen Anekdoten findest du hier: YouTube Link

Denise Schneider

Fotografie & Marketingdienstleistungen für Kleinunternehmen und kleine Mittelständler

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