#90 Podcast tutorial
In der 90. Folge ihres Podcasts geben Kay und Ben einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen von „Lustreise“. Da Kay mit ihrer Stimme kämpft, übernimmt Ben – der Kopf hinter der Technik und Social Media – die Führung und erklärt den Weg von der ersten Idee bis zur fertigen Veröffentlichung.
Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Tipps und Erfahrungen für alle, die selbst überlegen, einen Podcast zu starten.
Die Hardware: Fokus auf den Ton
Ben betont, dass beim Podcast die Audioqualität an erster Stelle steht. Wer ein begrenztes Budget hat, sollte dieses in ein gutes Mikrofon statt in eine teure Kamera investieren [05:22].
Einsteiger-Tipp: Das Hollyland Mikrofonsystem für ca. 35 € lässt sich direkt an das Smartphone anschließen [05:44].
Fortgeschritten: Kay und Ben nutzen aktuell die Shure MV7 Plus Mikrofone [08:12].
Akustik-Hack: Ein einfacher, aber effektiver Trick zur Hallreduzierung ist es, sich beim Aufnehmen eine Decke über den Kopf zu werfen [07:38].
Video-Podcasts: Authentizität und Reichweite
Obwohl Podcasts ursprünglich reine Audioformate waren, drängen Plattformen wie Spotify und YouTube immer mehr zu Video. Für Kay und Ben ist Video ein Mittel für mehr Authentizität – es zeigt sie so, wie sie sind, auch in schwierigen Momenten oder Krankheitsphasen [04:44]. Zudem lassen sich aus Videomaterial viel einfacher kurze Clips (Shorts, Reels, TikToks) erstellen, was entscheidend für das Wachstum des Kanals ist [12:05].
Die Bearbeitung: Der Feinschliff
Die Bearbeitung einer 45-minütigen Folge dauert etwa ein bis zwei Stunden [16:18]. Ben nutzt dafür die Software Final Cut Pro, empfiehlt aber für Einsteiger auch kostenlose Alternativen wie DaVinci Resolve oder iMovie [14:24]. Ein wichtiger Tipp für die Audio-Optimierung ist das kostenlose Online-Tool von Adobe, das Hintergrundgeräusche und Hall beeindruckend gut herausfiltert [12:55].
Kontinuität vs. Perfektion
Jede Woche eine Folge zu veröffentlichen, ist ein ehrgeiziges Ziel. Kay und Ben raten Einsteigern, mit realistischen Zeiträumen zu beginnen (z. B. alle zwei Wochen) und im Idealfall Content vorzuproduzieren, um nicht unter Druck zu geraten [26:05]. Dennoch ist es die wöchentliche Routine, die ihnen als Paar eine wertvolle, bewusste „Quality Time“ für tiefgründige Gespräche schenkt [14:55].
Plattformen und Diversifizierung
Um das Risiko von Sperrungen oder Zensur zu minimieren – besonders bei sexpositiven Themen –, sollte man auf mehreren Plattformen präsent sein. Kay und Ben nutzen unter anderem:
Spotify for Creators als Hauptplattform (verteilt Audio an Apple und Amazon) [30:32].
YouTube für die Videoversion [31:39].
TikTok, Instagram und Threads für Kurzclips und Community-Management [35:14].
Das Thema Monetarisierung
Geld verdienen sollte nicht die erste Motivation beim Starten eines Podcasts sein. Es ist ein langer Weg: Auf YouTube benötigt man beispielsweise mindestens 1000 Abonnenten und eine hohe Watchtime [53:23]. Für Kay bleibt die „Lustreise“ ein Herzensprojekt. Kooperationen kommen für sie nur infrage, wenn sie zu 100 % hinter den Produkten oder Plattformen stehen [59:27].
Fazit
Egal ob Technik oder Plattform – das Wichtigste ist, einfach anzufangen und authentisch zu bleiben. Frag dich vorab: Was ist meine Intention und was möchte ich erreichen? [01:01:36]
Wenn du mehr über die Technik oder den Prozess erfahren möchtest, schreib Kay und Ben gerne eine Nachricht oder eine E-Mail. Die vollständige Folge mit allen Details findest du hier: YouTube Link