#80 Q&A Pegging | Von Monogamie zu offener Beziehung | Depressionen

In der heutigen Zeit wandeln sich Beziehungsmodelle und sexuelle Praktiken schneller denn je. Was früher als Tabu galt, wird heute offen diskutiert. In einer aktuellen Folge des Lustreise-Podcasts sprechen Kay und Ben über Themen, die viele Paare beschäftigen, aber oft nur hinter verschlossenen Türen besprochen werden: Von den praktischen Herausforderungen beim Pegging über den Wandel von Monogamie zu nicht-monogamen Lebensstilen bis hin zum Umgang mit Sexualität und Behinderung.

Was ist Pegging und wie gelingt dir der Einstieg?

Pegging bezeichnet die anale Penetration eines Partners (meist eines Mannes) durch eine Partnerin mithilfe eines Strap-on-Dildos. Im Podcast räumen Kay und Ben mit dem Vorurteil auf, dass dies zwangsläufig etwas mit Unterwerfung oder dem Infragestellen der Männlichkeit zu tun hat. Für viele Paare bedeutet es vielmehr ein tiefes gegenseitiges Vertrauen und eine Erweiterung des gemeinsamen Genussspektrums.

Die Bedeutung von Position und Equipment

Ein interessanter Aspekt, der im Gespräch deutlich wird, ist die praktische Umsetzung. Oft scheitert das Erlebnis an der Anatomie oder dem falschen Equipment. Kay und Ben berichten von ihren eigenen Erfahrungen, bei denen unterschiedliche Körpergrößen eine Herausforderung darstellten.

Wichtige Tipps für dich und deine Partnerschaft:

  • Experimentiert mit verschiedenen Höhen und Winkeln. Sexkissen oder spezielle Möbel können helfen, den richtigen Winkel für die Penetration zu finden.

  • Investier in ein hochwertiges Harness (Gurtzeug). Ein schlechter Sitz kann die Stimmung schnell ruinieren.

  • Fang klein an. Ein zu großer Dildo kann am Anfang eher abschreckend wirken. Steigerungen sind jederzeit möglich.

Wie du das Thema bei deinem Partner oder deiner Partnerin ansprichst

Die Frage, wie du jemanden für Pegging begeistern kannst, ist eine der meistgestellten Fragen. Der Schlüssel liegt hier in einer druckfreien Kommunikation. Anstatt Forderungen zu stellen, empfiehlt es sich, Wünsche und Neugier offen zu äußern. Es hilft, das Thema als gemeinsames Experiment zu betrachten, bei dem das Wohlbefinden beider Partner im Vordergrund steht.

Der Wandel: Von der Monogamie zur nicht-monogamen Beziehung

Der Übergang von einer klassischen monogamen Beziehung zu einem offeneren Modell ist ein Prozess, der viel Reflexion erfordert. Kay und Ben teilen ihren Weg und betonen, dass es keine universelle Definition von „offen“ gibt. Sie bevorzugen den Begriff „nicht-monogam“, da dieser Raum für individuelle Regeln und Grenzen lässt.

Kommunikation als Fundament

Ein offener Austausch von Anfang an ist entscheidend. Im Podcast wird deutlich, dass Transparenz über vergangene Erfahrungen und aktuelle Wünsche hilft, Ängste abzubauen. Wichtig ist dabei, dass du und dein Partner euch sicher fühlt und wisst, dass ihr jederzeit „Stopp“ sagen könnt.

Sicherheit und Konsens

Ein zentraler Punkt in der Diskussion ist der Verzicht auf übermäßigen Alkoholkonsum bei sexuellen Abenteuern. Um echten Konsens zu gewährleisten und sicherzustellen, dass alle Beteiligten im Vollbesitz ihrer Kräfte entscheiden, ist ein klarer Kopf unerlässlich. Dies schützt dich vor Missverständnissen und sorgt dafür, dass die Erlebnisse positiv in Erinnerung bleiben.

Sexualität und Behinderung: Ein wichtiges Tabuthema

Ein oft vernachlässigtes Thema ist die Sexualität von Menschen mit Behinderungen. Im Podcast wird betont, dass jeder Mensch das Recht auf die Erfüllung seiner sexuellen Bedürfnisse hat, unabhängig von körperlichen oder geistigen Einschränkungen. Behinderungen sollten nicht dazu führen, dass einem Menschen seine Sexualität abgesprochen wird.

In einer Partnerschaft, in der ein Partner eine Behinderung hat oder diese im Laufe der Zeit (etwa durch einen Unfall) eintritt, ist es besonders wichtig, die eigenen Bedürfnisse nicht komplett hintenanzustellen. Nur durch eine offene Kommunikation über Wünsche und Einschränkungen lässt sich ein gemeinsamer Weg finden, der für beide erfüllend ist.

Fazit: Mut zur Offenheit

Ob es um neue Praktiken wie Pegging oder um die Umgestaltung deines Beziehungsmodells geht: Der Kern einer erfüllten Sexualität ist die Kommunikation. Wenn du dich traust, Tabus anzusprechen und gemeinsam mit deiner Partnerin oder deinem Partner auf Entdeckungsreise zu gehen, kannst du die Intimität auf ein völlig neues Level heben.

Weitere Einblicke und persönliche Geschichten findest du in der vollständigen Podcastfolge auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=C4nRkKa-0Mg

Denise Schneider

Fotografie & Marketingdienstleistungen für Kleinunternehmen und kleine Mittelständler

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